Radikale Islamisten bescherten zweieinhalb Jahre nach dem 11.September einen riesigen Schock, als sie zehn Bomben in Madrider Nahverkehrszügen platzierten und nahezu zeitgleich zündeten. Am 11.März 2004 fielen ihnen 191 Menschenleben zum Opfer. Es gibt über 1800 Verletzte.
Nun standen 28 Männer vor dem Gericht. Für drei von ihnen kam es ganz hart. Über 30.000 Jahre Haft - wie auch immer man das durchsetzen sollte - lautete ihr Urteil. Zum Glück müssen sie von den 30.000 Jahren aber nur maximal 40 absitzen, das ist makaber gesagt ein Mengenrabatt von über 99,86%.
18 Angeklagte wurden zu mehreren 1.000 Jahren Haft verurteilt, was die besondere Schwere der Taten zeigen soll.Aber auch bei ihnen gilt das spanische Recht und demnach müssen alle Verurteilten maximal 40 Jahre ihrer Strafe verbüßen.
Sieben Weitere sprach man gar frei, darunter auch einen, den man als Drahtzieher der ganzen Anschlagsserie angeklagt hatte, was dann für noch größere Empörung sorgte. Aber so ist es ja leider viel zu oft in den Gerichten. Die kleinen Fische können sich nicht wehren und werden eingesperrt und die großen Fische, die Drahtzieher waschen sich die Hände in Unschuld, wissen plötzlich von nichts und werden aus Mangel an Beweisen frei gesprochen. Schade dass sich Justizia da nicht auch mal durchsetzen kann.
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